Familienleben in Manitoba

Familiengröße

Nach den in der Volkszählung von 1996 ermittelten Zahlen besteht die kanadische Durchschnittsfamilie aus 3,1 Personen. Sie hat 1,3 Kinder. Diese Zahlen sind seit der Volkszählung von 1991 unverändert.

Lebensstandard

Es gibt nur fünf Länder (USA, Schweiz, Luxemburg, Deutschland und Japan), deren Lebensstandard höher ist als der Kanadas. Dabei rangiert Kanada mit der Lebenserwartung seiner Bevölkerung vor den USA, und im Hinblick auf den Ausbildungsstand seiner Bevölkerung lässt es Japan hinter sich. Folglich haben die Vereinten Nationen in ihrem "Index menschlicher Entwicklung" Kanada den ersten Platz zugewiesen. Mehr als 65 der Kanadier besitzen ein Eigenheim. Ein noch höherer Prozentsatz ist im Besitz langlebiger Güter wie Auto, Kühlschrank, Waschmaschine, Fernsehapparat, Telefon und Radio. Mit 16 Millionen Anschlüssen ist Kanada praktisch (zu 99%) flächendeckend telefonisch vernetzt. Den Kanadiern steht eines der besten Telekommunikationssysteme der Welt zur Verfügung. Deshalb nutzen auch immer mehr Kanadier die Möglichkeiten, die die Datenautobahn bietet. 1995 gab es in fast jedem dritten Haushalt (30%) einen Computer. Mehr als 40% dieser Computer waren mit einem Modem ausgestattet. Nach neuesten Zahlen von Statistics Canada (1997) haben 1,5 Millionen Haushalte (13% aller Haushalte) Zugang zum Internet.

Lebenserwartung

Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern ist die durchschnittliche Lebenserwartungen der Menschen in Kanada sehr hoch: Bei Männern beträgt sie 74,9 Jahre, während Kanadas Frauen im durchschnittlich 81,2 Jahre alt werden.

Das Sozialwesen

Allen Kanadiern steht eine kostenlose medizinische Versorgung zu. Ausgenommen sind nur zahnärztliche Leistungen. Für Medikamente, die vom Arzt verschrieben werden, brauchen Patienten über 65 Jahre und Empfänger von Sozialhilfe nichts zu zahlen. Eine 1994 landesweit durchgeführte Untersuchung des Gesundheitszustands der Bevölkerung ergab, dass 62% der Kanadier ihren Gesundheitszustand für ausgezeichnet oder für sehr gut hielten. Im gleichen Jahr gaben 77% der erwachsenen Kanadier an, sie hätten im Jahr zuvor mindestens einmal einen Arzt aufgesucht. 55% der Befragten hatten sich in zahnärztliche Behandlung begeben, 35% hatten sich von einem Augenarzt und 27% von einem anderen Spezialisten behandeln lassen.
Die kanadische Bundesregierung und die Regierungen der Provinzen gaben 1993 - 1994 48 Milliarden Dollar (Schätzwert) für die medizinische Versorgung der Bürger aus. Pro Kopf der Bevölkerung waren das fast 1700 Dollar. Damit steht Kanada im weltweiten Vergleich der Ausgaben für die medizinische Versorgung hinter den USA an zweiter Stelle. In Kanada gibt es zudem ein umfassendes Netz an Sozialleistungen wie Altersversorgung, Sonderleistungen für Familien, Arbeitslosenversicherung und Sozialhilfe.